Knoblauch  . . . oder . . . „Allium sativum“

 

                    . . . da sind sie ja, meine kleinen Freunde !

 

 

 

 

Knoblauch (Allium sativum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze und zu Hause in der Familie

der Zwiebelgewächse (Alliaceae).

Es sind einkeimblättrige ( Liliopsida ), zwiebelartige ( Allium ) „Spalten“ zu einer Knolle

zusammen gewachsen. Sie sind spargelartige Gewächse. – Ich sage einfach Knobi dazu.

Weiter heißen sie: Chnöbli, Furzkraut, Knobel, Knobi, Knofel, Knofi, Knofl, Knoflich ( Knowwlich ),

Magenwurzel, Stinkerzwiebel / -rose, Windwurzel usw. Ursprünglich hatte man den Knoblauch

nach seinem Aussehen ähnlich der Zehen von Tieren benannt „ chlobilou “.

Später im Altdeutschen ( Norden ) wurde es auch als „Klobolouth“ bezeichnet. 

 

 

Es gibt verschiedene Knoblauch – „Arten“ ( ganz bewusst nicht „Sorten“ )

 

Einige von ihnen sind hier beschrieben:

 

Chinesischer Knoblauch       (Allium sativum / pekinense)

… hat eine schnittlauchartige Blattstruktur, wobei die Blättchen sind nicht rund,

sondern kantig und breit sind. Sie riechen nicht so streng nach Knobi – schmecken

jedoch entsprechend lecker. Er hat hingegen der meisten Arten nur eine Zwiebel.

 

 

Gemeiner Knoblauch           ( Allium sativum )

Meine neueste Recherche hat ergeben, dass der gemeine Knobi sich dem gewöhnlichem Knobi nur

in seiner etwas schärferen Geschmacksrichtung unterscheidet.

Viel mehr war das gar nicht mit dem Geheimnis. Sein Name allein ist mir schon sehr symphatisch.

Steffi hat auch ein Gläschen zum Probieren bekommen- und zwar mit DIESEM Knobi !

Ihr schmeckte es sogar über dem Spiegelei. 

 

 

Gewöhnlicher Knoblauch  ( Allium sativum )

… wächst über mehrere Jahre und wird etwa 25 – 90 cm hoch.

Die flachen, blaugrünen Blätter sind bis zu 15 mm breit und verfügen über etwa

5 bis 20 runde Brutzwiebeln, die von einer dünnen, roten oder weißen Hülle umgeben ist.

Sie besteht aus einer Haupt- und vielen Nebenzehen. Aus der Hauptzehe treibt ein Stengel

heraus. Sie entwickeln sich in einem Hut, der zylindrisch aussieht. Sie blüht rosa / weiß.

 

 

Schlangenknoblauch [Großer Lauch] ( Allium sativum / ophioscorodon )

... hat dickere, runde Zehen, die auch eiig / kugelartig / stumpf betrachtet werden.

Schlangenlauch wird zwiebelbrutartig – vegetativ fortgepflanzt und wächst ringförmig

im Schaft, der eher „umgebogen“ ist. Im Herbst gepflanzt, wird sie im Frühjahr bis Sommer als

kleine weiße „Zwiebel“ geerntet. Sie erreicht ausgewachsen eine Höhe von etwa 30 bis 90 cm.

 

Ich finde meine kleinen Freunde einfach oberlecker !!!

 

 

Bestandteile des Knoblauchs / chemisch betrachtet:

 

65 % Wasser

28 % Kohlenwasserstoff

3 % Protein und Aminosäure

2 % Schwefelhaltige und - freie Substanzen

1,5 % Rohfasern

0,5 % Mineralstoffe

 

 

 

Der Feind ( auch meiner ! )

 

Die Raupe der Lauchmotte (Acrolepiopsis assectella) frisst bis 1 mm breite und 20 – 25 mm

tiefe Gänge in die Knoblauchblätter. Das führt zum Absterben der Pflanze. Die anderen

„Feinde“ werden – so es Gott dankt - durch den Knoblauchgeruch in die Flucht getrieben.

Das dürfte auch der Grund sein, warum ich Knobi neben meinen Lieblingspflanzen ansiedele.

Ich kriege Euch – alle !   :)

 

Auch an dieser Stelle gebührt ewiger Dank meinem Garten und Landschaftsbauer;

- ohne Dich wäre ich wohl verzweifelt.

 

 

In der Küche und die Profiknobler:

 

Knoblauch wird in seiner Verarbeitung sehr vielfältig eingesetzt, nämlich in der kalten und

warmen Küche. Bei Heißgerichten bitte erst in den letzten Minuten beifügen, dann entfaltet

er sein bestes Aroma. Gebraten werden mag er nicht ( Im Gegensatz zu seinen Feinden ! )

Nein – er wird dann zu bitter.

Wenigesser des Knoblauchs werden eher als „störend“ empfunden – der Fahne wegen.

Die „ Profiknobler “ haben da eher keine Hautporen mehr offen – oder ?

Sie „ riechen “ jedenfalls nicht mehr so streng.

Die strengen Gerüche kommen – wie viele ja nicht wissen – nicht aus dem Magen,

sondern werden durch die Lungenbläschen ins Freie gelassen.

Es liegt an den Schwefelbestandteilen. ( Die arme Leber !!! )

Der Arzt spricht hier von „ Halitosis “.

 

 

In der Medizin findet Knobi auch Anwendung

 

- Er wird medizinisch als Heil – und Gewürzpflanze betrachtet ( Allium sativum ).

  Die meisten Stoffe im Knoblauch werden erst durch seine Freisetzung bzw.

- Kombination mit anderen Chemikalien aktiviert.

- Knoblauch wirkt antibakteriell.

- Er reguliert ( senkt ) die Blutfette positiv beeinflussend.

- Früher benutzte man ihn bei Geschwüren ( Da half er wirklich ! )

- Er wirkt Verdauungsfördernd. ( Ich muss schon wieder an die Feinde denken.

- Er hilft leicht gegen leichten Bluthochdruck.

- Kombiniert man Knobi, der reichlich Vitamin B1 hat, mit anderen Vitaminen,

  stärkt er das Immunsystem.

- Er wirkt vorbeugend gegen Erkältungen und Grippe.

- Er wirkt positiv gegen mehrere Krebsarten ( Magen / Darmkrebs, Prostata . . . )

- In der Neurologie.

- Auch half Knoblauch gegen Fußpilz und Stress.

- Die Potenz soll anstatt einer kleinen blauen Pille den alten Römern gegeben worden sein.

- Knobi gegen Impotenz – Die Römer, diese alten Lüstlinge ! Wie gerne wäre ich wieder Römer.

- Ferner findet Knoblauch auch in der Kosmetik Anwendung.

- Die Wissenschaftler forschen noch heute an den Eigenschaften des Knoblauchs.

 

Egal, ob weißer Knoblauch aus Japan oder französischer Knoblauch mit violetter Haut.

Die Volksheilkunde empfiehlt für ein langes, gesundes Leben vier bis sechs Zehen täglich.

Eine solche Dosis schmeckt nicht jedem und strapaziert natürlich die Geruchsnerven der

Mitmenschen. Milch, Koriander, Kaffe, Salbei oder Grüne Kräuter (wie zum Beispiel Petersilie)

sollen durch ihren Chlorophyllgehalt den Geruch neutralisieren. Naja…

Knoblauch ist eine zwiebelartige Pflanze mit kulturellem Charkter. Sie gelangte aus der Steppe

Zentral- und Südasiens über das Mittelmeer nach Europa. Die Wildform gilt als ausgestorben.

Ägyptische Sklaven benutzten „ Nowiki “ - Knoblauch als Stärkungsmittel und um Läuse und

Darmparasiten zu vertreiben. Römer und Griechen nutzten ebenso die Heilkräfte der Pflanze.

Sie nutzten Knoblauch gegen Haarausfall, Hautausschläge, Lungenleiden,  Zahnschmerzen

oder Menstruationsbeschwerden. Später versuchte man Knoblauch vergeblich gegen die Pest.

 

 

 

In den dunklen Wäldern von Transsylvanien

 

Bis heute vermuten Abergläubige, dass der Knoblauch und andere streng riechende Pflanzen und

Kräuter seinerzeit den Wesen der Finsternis zur Abwehr diente.

Der Kauz ließ um Mitternacht sein zetherndes Krächzen im dunklen Wald Transsylvaniens erschallen,

wo im Antlitz des Mondes unter dem der Nebel sich über den Boden legte, Vampire bei Glockengeläut

unter ihren knarrenden Sargdeckeln hervortraten um ihr Unwesen zu treiben. Graf Vamp ist also auf

der Suche nach einer hübschen Jungfrau um sich ihres Blutes zu erlaben. So streift er begleitet von

seinen kleinen Freunden, den Fledermäusen, durch die Mondscheinnacht auf der Suche nach einem

schmackhaften Hals, wo er etwas knabbern kann. So er seine Auserwählte erblickt, lässt ihn spätesten

der neben dem Bett an der Wand befestigte Knoblauchzopf abwenden und hält ihn von seinem Vorhaben ab.

Graf Vamp ergreift die Flucht - so und ähnlich erzählen die Geschichten…

 

 

Wissenswertes und . . .

 

. . . wie es in einigen Ländern ausgesprochen oder geschrieben wird.

 

 

 

Knoblauch:   

Allium sativum

Althochdeutsch

Klobolouth

China          

?                (  Is scho recht, Freunde !  )

Dänemark     

Hvidløg

Deutschland  

Knoblauch

England        

Garlic

Estland        

Küüslauk

Finnland       

Valkosipuli

Frankreich    

Aïl cultivé

Georgien      

?????          ( Ihr seid schon merkwürdige Brüder J )  

Griechenland

σκ?ρδο        ( . . . und ihr erst . . .)

Island 

Hvítlaukur

Italien        

Aglio

Japan          

Ninníku

Kroatien       

Češnjak

Lettland       

Kiploks

Litauen       

Valgomasis česnakas

Niederlande   

Knoflook

Norwegen   

Hvitløk

Plattdeutsch 

Knuvlook

Polen    

Ĉzosnek pospolity

Portugal      

Alho 

Rumänien

Usturoi 

Schweden

Vitlök

Spanien

Ajo              ( Ist das nicht eher bayerisch ? ? ? )

Tschechien

Ĉesnek kuchy?ský

Türkei   

Sarmısak

Ungarn         

Fokhagyma

 

 

 

Ach ja . . .

 

 

 

 

Das älteste, bis heute noch gefeierte Knoblauchfest findet in Halle an der Saale statt.

( Ich war aber leider noch nicht da ! )

 

1989 wurde der Knoblauch zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Wir gratulieren.

 

 

Das wars erstmal...

 

© by Pestopappa.de 2017

(C) Nicole Patzke